Kategorie: Knowhow

Rucksäcke - was man wissen sollte

Jens, 08.06.2010

Es gibt eine Menge Rucksäcke am Markt. Und egal wie man es dreht oder wendet, einen für alle Lebenslagen gibt es nicht. Wie auch, bei einem Volumenspektrum von 6 bis 120  Litern und den teilweise sehr speziellen Vorstellungen bzw. Anforderungen einer eher unüberschaubaren Anwendervielfalt?

Angefangen bei den superleichten, sehr speziellen Speedpacks, über den klassischen Daypack bis hin zum Bike&Hike-Rucksack. Und was ist mit den Kleinen? Für die gibt es spezielle Kinderrucksäcke. Für die Eltern derjenigen, die zwar sitzen aber noch nicht so richtig ausdauernd laufen können, bieten Kindertragen durchaus eine interessante Alternative für einen herrlichen Wanderausflug abseits des Alltags.

Die Kletterer, Tourengeher und Mehrtagesausflügler orientieren sich lieber an Kletter-und Tourenrucksäcken. Wer dagegen vier Wochen durch die Lande streifen möchte oder gar die Welt bereisen darf, der sollte sich bei den Trekking- oder Kofferrucksäcken genauer umschauen.

Unabhängig von Rucksacktyp und Einsatz gilt für alle ein wesentlicher Aspekt: sie müssen sitzen und sich gut tragen lassen. Daypacks und kleine Wanderrucksäcke können mit dünnen Bauchgurten versehen sein, die den Rucksack am Rücken halten, wenn’s mal a bisl wackeliger wird. Schulterentlastende Hüftgurte findet man frühestens ab einem Volumen von 30-40 Litern, aber überwiegend im Bereich von 45 Litern und darüber. Das heißt aber nicht, dass sich jeder große Rucksack bis zum Rand gefüllt auch über Stunden hinweg angenehm tragen läßt. Alles hat seine Grenzen, die Trekking-Rucksäcke haben ihre spätestens bei 20 Kilo. Alles darüber hinaus Gehende erfordert spezielle Materialien und  Lastentragesysteme, deren Konstruktion und Komponenten sich deutlich von der Masse abheben.

Da ein großer Rucksack nicht einfach auf den Rücken geschnallt wird und dann perfekt sitzt, erfolgt an dieser Stelle eine kleine Hilfestellung. Für maximalen Tragekomfort gilt es, den Rucksackexakt einzustellen und richtig zu packen. Ein Schlafsack gehört ins Bodenfach, schwere Gegenstände nah an den Rücken. Kleine Utensilien sind im Deckelfach gut aufgehoben und schnell erreichbar. So liegt der Schwerpunkt dicht am Körper, in Schulterhöhe.

Zum Anpassen den Rucksack am besten mit einem realistischen Gewicht beladen. Zuerst sämtliche Riemen lockern. Dann den Rucksack schultern, den Hüftgurt platzieren und schließen. Dabei sollte die Mitte des Hüftgurts auf dem Hüftknochen liegen und nicht über der Hüfte, da er sonst den Bauch einschnüren würde. Schulterträger festziehen. Nicht zu stramm, denn die Hauptlast liegt auf dem Hüftgurt. Nun die Position der Schulterträger überprüfen. Die Zugpunkte der grauen Lageverstellriemen sollten auf Höhe des Schlüsselbeines sein. Diese Position einzustellen variiert von Hersteller zu Hersteller. Bei richtiger Einstellung der Schulterträger umschließen die Schulterträger exakt die Schultern. Anschließend die Stabilisierungsriemen am Hüftgurt festziehen und die Lageverstellriemen an den Schulterträgern anziehen, das ergibt einen besseren Kontakt zum Rücken und mehr Stabilität in schwierigem Terrain. Zum besseren Belüften des Rückens lässt man die Lageverstellriemen etwas nach. Zuletzt den Brustgurt schließen, um den Sitz der Schulterträger zu optimieren.

Materialien:
Die Materialwahl bei Rucksäcken ist immer eine knifflige Angelegenheit. Stabil sollte es auf jeden Fall sein, aber nicht zu schwer. Die richtigen Rucksack-Materialien für den richtigen Einsatzbereich zu wählen und verarbeiten, heißt nicht nur Gewebe zu verwenden, die qualitativ weit über der Norm liegen, sondern diese auch effektiv und kreativ zu  kombinieren. Die beiden wichtigsten Akteure sind dabei die Kunstfasern Nylon (= Polyamid) und Polyester.

Polyamid ist extrem scheuerfest und robuster als Polyester. Aufgrund dieser Tatsache ist es auch als feines und leichtes Gewebe äußerst widerstandsfähig. Polyester nimmt keine Feuchtigkeit auf, bleicht unter UV-Bestrahlung nicht so rasch aus, ist an sich leichter als Polyamid und – ein wichtiger Vorteil – hat einen angenehm textilen Griff. Die Beschaffenheit der Gewebe wird durch die Fadenstärke in Denier (den) angegeben. Diese Einheit drückt das Fadengewicht bezogen auf eine Fadenlänge von 9.000 Metern aus. So hat beispielsweise ein 600-den-Faden bei einer Länge von 9.000 Metern ein Gewicht von 600 Gramm. Um eine hohe Wasserdichtheit zu erreichen, werden Rucksackstoffe ausschließlich mit Polyuhrethan (PU) beschichtet, welches sehr abriebfest, kälte- und knickstabil ist.

 

 

Kategorie: Knowhow
Mitarbeiter: Jens Brand | Beratungsschwerpunkt:Rucksäcke, Schlafsäcke
Mail: jens@sine-mainz.de | Tel: 06131/226681 oder 82

0 Kommentare zu "Rucksäcke - was man wissen sollte"

Kommentar hinterlassen


Wir suchen Dich!

Lust, Mitarbeiter/in von SINE-MAINZ zu werden? Nichts leichter als das. 
weiter lesen

Die Vorbereitungen zur zweiten Auflage unserer Verkaufsausstellung MeinZelt 2012 am Samstag, 5. Mai 2012, laufen.

Schon auf die Kundenkarte gesetzt?

Soll nicht Dein Schaden sein, wenn Du unsere Kundenkarte hast. Schon ab einem Jahresumsatz von 250 Euro gewähren wir einen Bonus von 2 Prozent. Bei 2000 Euro sind es sogar 10 Prozent. weiter lesen